Archiv für die Kategorie ‘Persönliches’

Manchmal könnte ich kotzen. Bestellste Montag nen neuen Herd, heisstet: 2 Wochen Lieferzeit. Ok, kein Ding.
Dann heute morgen um halb 7 reisst mich nen Anruf aus dem lange benötigten Schlaf: Ja Spedition Furzendreh hier, wir liefern heut deinen neuen Ofen, so zwischen 12 und 19 Uhr.
Aha. merkwürdige 2 Wochen. Egal, hauptsache da. Um 1 wollt ich allerdings weg. – Ne, geht nich, genauere Planung is nicht möglich. Also Tierarzttermin verschoben auf morgen, ist immerhin nur Impfen…
Dann um 11 Meeting mitter Vermieterin. Der Schuhschrank da den se innen Flur gepackt haben, der muss da wech.
– Warum? – So kommt man nimmer aufn Dachboden. – Doch, die Dachbodenleiter passt auf den Zentimeter genau vor den Schrank, hab ich mehrfach ausprobiert. – egal, muss da wech.
*seufz* nagut. Ich bin ja nicht auf Streit aus, und wenn sie es gerne möchte mach ich das natürlich gerne, ist schließlich ihr Haus und sie ist im Recht, das sehe ich ein und pack den Schrank dann natürlich auch sofort da weg. Jetzt sieht die Wand wieder so langweilig kahl aus und meine Schuhe stehen mitten im Weg.. Naja egal, da wird sich schon eine adäquate Lösung finden lassen.
Dann, halb 12: „Ja Hallo dis Spedition von wo ist Furz bin isch in dreissisch minüt bei disch walla?“ – Jo, ok.
Um 2 waren die Herrschaften dann auch da. Stellen den Ofen auf den Bordstein der gegenüberliegenden Straßenseite und wollen wieder abhauen, ich hab aber 40€ für Lieferung frei Verwendungsstelle bezahlt, und ich gedenke sicherlich nicht ab sofort im Garten meines Nachbarn gegenüber zu kochen, auch wenn das echt nen netter Kerl ist.
Sichtlich angepisst willigt er dann ein, meine frage ob ich tragen helfen soll wird mit einem „Mach isch jede Tag! mach Tür auf LAN!“ quittiert – und er schulterte sich den Ofen wie einen Rucksack. Ich gehe vor, eine Treppe hoch, und auf einmal scheppert es Ohrenbetäubend. Hat der Spacken eine Wandlampe im Hausflur abgerissen, die natürlich mal eben locker flockig eine gut 2 cm große scharfkantige Kerbe in die Stufe geschlagen hat. Natürlich standen wir gerade vor der Wohnung meiner Vermieter und die dann natürlich sofort auf der Matte. Bevor ich irgendwas machen konnte stand mein Ofen auf dem Boden und der Spediteur war mit den Worten „Macht Firma, isch nix deutsch!“ geflohen, ohne eine Chance, ihn zu irgend einer Unterschrift zu animieren.
Ich brech gleich ins Essen. Der Spaß am neuen Ofen ist mir gründlich vergangen, und meine Vermieter denken sicherlich auch, ich bin der größte Volldepp der Welt.. Dabei geb ich mir echt mühe, ein guter Mieter zu sein 😦

Ein längst verloren geglaubtes Gefühl

Veröffentlicht: 23. März 2013 in Persönliches

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man seine Gefühlswelt ändern kann. Es ist jetzt etwa ein halbes Jahr her, seitdem mein Vater an einem Herzinfarkt starb und ich, fast auf den Tag genau, arbeitslos wurde.

Seitdem hatte sich in mir ein Gefühl der leere, der Ideenlosigkeit, ein Gefühl von Melancholie aufgebaut gehabt, das ich nicht so ohne weiteres bei Seite schieben konnte und wohl auch nicht so schnell kann.
Aber vermindern kann ich es, wie mir gerade bewusst wurde.

Heute habe ich zum ersten mal seit langem wieder den Gedanken gehabt: Schade das es Samstag ist, ich hätte richtig lust morgen zu Arbeiten. Und ja, das gibt es wirklich. 😉
Auch habe ich seit langem mal wieder für einige Stunden was im Keller gemacht. Mutterns neuer Herd ist auch eingebaut und bereits eingeweiht.
Ich fühle mich gerade gut. Und ich denke, da ist zu einem nicht geringen Teil meine neue Arbeitsstelle dran „schuld“. Danke, liebe Firma.

Ich habe mich heute an etwas gewagt, was ich bisher immer ein wenig vor mir her geschoben habe. Im Keller stand schon seit Jahrzehnten ein süßes kleines MIG-Schweißgerät von Einhell, ein OxyMig 100.
Von den technischen Daten her… sagen wir… unterirdisch ist noch freundlich ausgedrückt.
Wenn man danach im Netz sucht, findet man nicht viel, außer Aussagen wie: „Mein Tipp: wegschmeißen, was anständiges kaufen“, oder „Das Ding taugt nichts, vergolde es bei Ebay und kauf dir was anständiges. Ab 350€ gibts schon brauchbare Einsteigergeräte!“

Nun ist es bei mir aber etwas anders. Zum einen habe ich vom Schweißen wenig Ahnung und absolut keine praktische Erfahrung. Zum anderen habe ich nicht das Geld, mir ein „anständiges“ Gerät zu kaufen, selbst wenn ich das Einhell bei Ebay verramsche. Des weiteren rentiert sich ein Profigerät für meinen Anwendungsbereich nicht, ich werde es vermutlich eh nur sehr selten nutzen, wenn überhaupt. Und der wichtigste Punkt, der gegen einen Verkauf spricht: mit diesem Gerät hat mein Vater vor einigen Jahren nicht nur einmal sein Traumauto, einen Ford Capri, geschweißt. Das Gerät wurde oft benutzt und offenbar waren die Ergebnisse immer zufriedenstellend, denn das Auto fährt heute noch, wenn auch nicht mehr in unserem Besitz. Außerdem bastle ich gerne und fast alles was ich brauchte hatte ich da.

Also stand mein Plan fest – dieses Gerät wird erhalten, modifiziert, und auf einfachere Benutzung hin optimiert.

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Mein Wunschzettel

Veröffentlicht: 21. Dezember 2012 in Basteleien, Persönliches, Sonstiges
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Angespornt durch ein paar Webseiten und Forenthemen die ähnliche Beiträge haben, habe ich einfach mal einen Wunschzettel erstellt, mit einer Übersicht über Dinge, die ich schon lange haben will, aber aus Geldmangel, oder aus Vernunft nie angeschafft habe. Meist braucht man etwas ja nicht sofort sondern hätte es gerne, weil man sich sicher ist, es mal zu brauchen. Und wenn man es braucht hat man es nicht gekauft und ärgert sich drüber. 😉

Oben findet sich deswegen jetzt der Link zum Wunschzettel. Falls mir jemand eine Freude machen möchte findet er dort Anregungen, verpflichtet ist selbstverständlich niemand.

Manchmal ist das Geld scheiß egal.

Veröffentlicht: 18. Dezember 2012 in Persönliches
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Ja, manchmal ist es das wirklich. Es gibt Momente, wo man einfach nur den Gedanken „MUSS ICH HABEN! JETZT!“ hat.
Manchmal trifft es einen bei einem besonders tollen Motorrad, das man angeboten bekommt, und von dem man vorher noch nicht viel wusste.
Oder bei einem neuen Drucker, der genau das verkörpert, was man seit Monaten sucht und nie gefunden hat, weils das einfach nicht gab.
Auch ein neuer Schreibtisch, der der kürzlich gewichenen Arbeitsplatte einen würdigen Ersatz darstellt wird einfach mal so gekauft.

Im Endeffekt sind das aber auch alles Dinge, auf die man irgendwie verzichten könnte. Nicht verzichten konnte ich auf eine Kleinigkeit, die ich heute auf dem Weihnachtsmarkt sah.

Eine Christbaum“kugel“ in Form eines kleinen gelben Fisches, eines Hawaii-Doktors. Da war es mir auch scheiß egal, das das Ding 5€ kosten sollte. Das musste ich einfach haben. Jetzt und sofort.

Menschen, die meinen Vater gekannt haben, werden verstehen, warum.

 

 

Ich sitz hier gerade und bin mal wieder erschüttert über die Dreistigkeit mancher Menschen.

Ebay nutze ich ja sehr gerne, zum An- wie auch zum Verkauf. Als Käufer handhabe ich es so, dass ich Artikel, die mich interessieren, beobachte, bei Dingen die mir sehr wichtig sind ein Initialgebot abgebe, um mich nicht zu ärgern das es für einen Euro über den virtuellen Thresen rutschte, während ich gemütlich in der Wanne sitze und in der Nase bohre, weil ich mal wieder die Auktion verpennt habe, und bei weniger wichtigen Auktionen die bekannte „in den letzten 20 Sekunden bieten“-Taktik nutze.

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Wie ich diesen Satz hasse lässt sich kaum in Worte fassen. Es scheint das Allheilmittel für alle anfallenden Fragen der Damen und Herren bei der Agentur für Arbeit zu sein. Für unangenehme Fragen wie auch für berechtigte Fragen.

Aber der Reihe nach. Ich bin ja momentan leider Arbeitslos und weiß nicht so ganz wie es weiter gehen soll. In meinem Beruf gibt es eigentlich keine richtige Zukunft, denn wer lässt heutzutage noch einen Fernseher oder ein Radio reparieren? Nach nun mittlerweile 3 Fehlschlägen und 2,5 Jahren, bezogen auf Firmen bei denen ich gearbeitet habe, drängt sich einem der Verdacht auf, dass eine Weiterbildung oder Umschulung eventuell ganz sinnig wäre. Und da ich heute meinen Termin beim Amt hatte dachte ich mir, fragste einfach mal nach wie es denn so mit Möglichkeiten aussieht.

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Von der Vergänglichkeit des Lebens

Veröffentlicht: 16. November 2012 in Persönliches
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Das Leben ist, wie ich durch den Tod meines Vaters schmerzlich feststellen durfte, selten planbar und erst recht nicht in irgend einer Form berechenbar.
Aus diesem Grunde sollte man sein Möglichstes tun, um dieses Leben zu genießen und etwas aus ihm zu machen. Leider fällt mir das, vor allem im Gedanken an soziale Kontakte nicht immer einfach, da ich mich selbst als „gebranntes Kind“ betrachte, das schon oft enttäuscht wurde, und entsprechend viele Hemmungen hat, sich anderen zu öffnen, geschweige denn etwas mit anderen Personen zu unternehmen, die es nicht kennt.

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Manch einer meiner wenigen leser fragt sich vielleicht, wieso so lange kein neuer Artikel mehr gekommen ist, wieso es so still geworden ist.
Nun, das lag einerseits an meinem zu der Zeit neuen Beruf, welcher mich zeitlich etwas eingeengt hat, andererseits an ein paar anderen Vorfällen, auf die sich der Titel bezieht. (mehr …)