Review & Teardown Etekcity 8GB Diktiergerät

Veröffentlicht: 5. Juli 2016 in Elektronik, Teardown, Unterhaltungselektronik
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Ja, ich weiß, gerade gibt es eine rege Flut an Reviews. Das ist (leider?) aufgrund dessen, das ich vor knapp einem Monat spontan für eine ganze Reihe von Testprodukten angenommen wurde, die ich mittlerweile so langsam durch getestet habe.

Heute geht es also um das Etekcity 8GB Diktiergerät, welches ihr
Hier bei Amazon für knapp 40€ kaufen könnt.

Lieferumfang

Das Etekcity Diktiergerät mit 8 Gigabyte internem Speicher wird in einer den modernen Handys nachempfundenen edlen Kartonage geliefert. Unter dem eigentlichen Diktiergerät findet sich hier ein Set von Kopfhörern (diese furchtbaren Mini Dinger die kein Mensch länger als 10 Minuten tragen kann, sofern sie nicht vorher von selbst aus dem Ohr gefallen sind), die Bedienungsanleitung, und ein USB Kabel zum laden und Daten übertragen.

Optik & Haptik

Das Diktiergerät ist aus schwarz lackiertem oder eloxiertem Aluminium (?) gefertigt, was es wirklich robust erscheinen lässt. Die Displayscheibe ist aus Kunststoff aber dennoch außerordentlich robust. Nach mittlerweile einem Monat täglicher Benutzung und herumtragens in der Hosentasche neben dem Schlüssel zeigen sich hier kaum Verschleißerscheinungen. Die Bedienelemente sind aus „verchromtem“ Kunststoff gefertigt, wobei die Kurzhubtaster im Inneren ein angenehmes Feedback gewährleisten.
Der kleine Lautsprecher ist hinter drei kleinen Schlitzen verborgen, während die beiden Mikrofone (Ja, das Ding nimmt Stereo auf!) im Kopfteil des Gerätes unter einer gerundeten Abdeckung geschützt hinter einem verchromten Gitter sitzen.
Das Display selber ist laut Amazon Produktbeschreibung ein LCD, optisch kann es auf jeden Fall überzeugen, die Farben werden vernünftig dargestellt und die Texte sind klar erkennbar. Während der Aufnahme leuchtet über diesem eine rote LED, welche erfreulicherweise nicht zu hell gewählt wurde. Seitlich ist eine Kopfhörerbuchse angeordnet, einen Eingang für ein externes Mikrofon fehlt leider.

Bedienung & Funktionen

Das Diktiergerät weißt neben der eigentlichen Funktion einige weitere kleine Features auf, die das Gesamtpaket abrunden. So ist es nicht nur möglich, das Gerät zum Zwecke des Diktierens zu nutzen, sondern auch als Wecker, als Überwachungssystem mit Zeit gesteuerter automatischer Aufnahme (ein konstruiertes Beispiel hab ich im Video genannt), sowie als MP3 Player. Ich habe dabei alle Funktionen einige Zeit getestet, alle funktionieren Problemlos. Diverse Einstellungsmöglichkeiten, welche ich im Video genauer erläutere, runden das ganze ab.

Trotz das das Gerät made in China ist, weist es doch eine verhältnismäßig vernünftige Übersetzung auf – mal von kleinen Schnitzern wie dem „integrierten Gebimmel“ als Auswahlmöglichkeit für den Weckton, oder das „Öffnen“ des Alarms, statt des Einschaltens.

Was negativ auffällt ist, das augenscheinlich an Bedienelementen gespart wurde, was die Bedienung ein wenig unintuitiv gestaltet. Die Menü Taste beispielsweise fungiert in ihrem Zweitjob als zurück Taste (was ich eher mit Stop als Menü verbunden hätte), und die Wippe, auf der Menü und Volume angebracht sind, sind eher als zwei unabhängige Tasten zu verstehen, denn um die Lautstärke zu ändern muss ich auf besagte Wippe den „Vol“ Part drücken und mittels Track Skip + und – die Lautstärke ändern sowie mit Play bestätigen. Man gewöhnt sich dran, aber wie gesagt, intuitiv ist anders.

Audioqualität

Bei einem Diktiergerät kommt es natürlich drauf an, wie die Soundqualität ist. Ich habe mehrere Szenarien ausprobiert, welche ich kurz in Stichpunkten erläutern möchte.

Leiser Hörsaal, Sprecher etwa 4 Meter entfernt
– Sprecher ist sehr leise hörbar, mit Nachbearbeitung lässt sich etwas damit anfangen. Das Rascheln meines Papiers und das Kratzen des Stifts übertönt den Sprecher.

Lauter Hörsaal, Sprecher etwa 2 Meter entfernt
– Die Nebengeräusche dominieren absolut, Aufnahme unbrauchbar.

Gespräch zwischen 2 Personen in lautem Hörsaal, Abstand etwa 1 Meter zu jeder Person
– Nebengeräusche sind hörbar, aber die Personen sind klar verständlich.

Leises Beratungszimmer bei einem Arztbesuch, Arzt und Patient sind jeweils etwa 1,5 Meter vom Gerät entfernt
– Beide sind perfekt zu verstehen.

Diktierfunktion mit dem Gerät 20 Centimeter vom Mund entfernt:
– perfekter Klang, keine Windgeräusche

Alles in allem kann man also schon sagen, das die Aufnahmequalität des Gerätes durchaus vernünftig ist. Natürlich lässt es sich nicht mit einem 200 Euro Geräte eines renomierten Markenherstellers vergleichen, aber grundsätzlich ist es für die meisten meiner Anwendungsfällen absolut brauchbar und dabei deutlich kompakter als das Markengerät.

Bei der Wiedergabe von MP3s an Kopfhörer oder das Autoradio mittels des Kopfhörerausgangs sind keine Nebengeräusche feststellbar, die Qualität ist absolut hervorragend. Die Audioausgabe über den internen Lautsprecher ist erwartungsgemäß mäßig, aber zum Zweck des Abtippens eines Gesprächsprotokolls definitiv tauglich.

Technik

Die Technische Seite erläutere ich, so weit es denn da viel zu erläutern gibt, im Video, für jeden der interessiert ist. Kurz umrissen, arbeitet das Diktiergerät mit einem extra für diesen Zweck entworfenen Chip aus Chinesischer Manufaktur, welcher den NF Verstärker für den Miniaturlautsprecher bereits integriert hat.Die Stromversorgung erfolgt durch einen kleinen Lipo Akku und die Daten werden auf einem 8GB Flash Chip gespeichert, nicht wie oftmals in den chinesisch übersetzten Menüs dargestellt auf einer Festplatte.

Fazit

Das Etekcity Diktiergerät ist für den aufgerufenen Preis eine absolute Kaufempfehlung. Es erreicht natürlich nicht die Performance eines Profi Gerätes, das ist aber auch gar nicht sein Anspruch. Die Menüs sind klar und übersichtlich angeordnet, über gelegentliche Schnitzer bei der Übersetzung kann man hinweg sehen, dafür trumpf das Gerät mit netten Zusatzfunktionen und einer absolut stabilen Metallbehausung. Der Lieferumfang ist dem Preis angemessen und die Audioqualität über Kopfhörer hervorragend, über den integrierten Lautsprecher zum angedachten Zeeck akzeptabel. Genaue Details, auch zur Technik innen drin, findet ihr in meinem Video zum Gerät.

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