Von der Vergänglichkeit des Lebens

Veröffentlicht: 16. November 2012 in Persönliches
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Das Leben ist, wie ich durch den Tod meines Vaters schmerzlich feststellen durfte, selten planbar und erst recht nicht in irgend einer Form berechenbar.
Aus diesem Grunde sollte man sein Möglichstes tun, um dieses Leben zu genießen und etwas aus ihm zu machen. Leider fällt mir das, vor allem im Gedanken an soziale Kontakte nicht immer einfach, da ich mich selbst als „gebranntes Kind“ betrachte, das schon oft enttäuscht wurde, und entsprechend viele Hemmungen hat, sich anderen zu öffnen, geschweige denn etwas mit anderen Personen zu unternehmen, die es nicht kennt.

Entsprechend schwierig fiel mir daher die Entscheidung, auf ein sehr verlockendes Angebot eines Users vom Petromaxforum einzugehen. Ich schrieb vor etwa einem halben Jahr von meinen Gedanken, mir einen VW Bus zu kaufen. Als mich die Woche nun jemand anschrieb, der mir zu der Zeit seine Hilfe anbot, entschied ich mich öffentlich kurz zu umreißen, wieso, aufgrund des Todesfalles, dieser Wunsch nach dem Bus nun erstmal weit hinten ansteht.
Dadurch animiert bekam ich besagte Einladung, mit diesem Herrn und zwei Freunden von Ihm einen netten Abend zu verbringen, inklusive Einladung zum Essen.

Es fiel mir wirklich unheimlich schwer, zuzusagen. Ich musste mit mir kämpfen, ich hatte Angst, wie früher wieder der Außenseiter zu sein, hatte Angst, ausgeschlossen zu werden, weil ich nicht in die Runde passen würde, weil ich altersmäßig aus der Reihe falle (da meine Hobbys allesamt eher selten in meiner Altersklasse ausgeübt werden), hatte Angst vor dem was kommen würde. Und es war mir unangenehm, diese wirklich sehr großzügige Einladung anzunehmen, da ich nicht die Mittel habe, um selbst einmal ein ähnliches Angebot offerieren zu können.

Ähnliche Bedenken hatte ich bei einer Ausfahrt mit den SR500 Fahrern aus dem Bergischen, bei der ich schon Anfang des Jahres aus scheinheiligen Gründen absagen musste, einfach weil ich mich nicht überwinden konnte. Aber diesmal hatte ich es geschafft, vor etwa einem Monat haben wir den letzten schönen Tag genutzt und eine schöne Fahrt gemacht. Ich hatte Spaß. Zum ersten mal seit langem hatte ich wieder richtig Spaß. Und ich fühlte mich wohl in dieser Gruppe Chaoten, die genau so panne sind wie ich. 😉

In Gedanken an diese Überwindung habe ich es dann schlussendlich doch noch geschafft, zuzusagen. Und auch jetzt hat es sich gelohnt. Der edle Spender, der unerkannt bleiben wollte, und seine 2 Freunde, alle haben mich direkt sehr herzlich aufgenommen, und obwohl ich eher der stille Part der Runde war, habe ich mich doch wohlgefühlt und hatte viel Spaß, habe viel gelacht, und extrem gut gegessen.

Ich denke, ich sollte häufiger den inneren Schweinehund überwinden. Es schadet nicht. Aber es ist schwer. Aber mit jedem positiven Erlebnis wird es einfacher. An dieser Stelle noch einmal danke an den edlen Spender und seine beiden Freunde, für diesen wirklich schönen Abend.

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Kommentare
  1. Max Hochwürden sagt:

    Hallo Kai,
    hast Du nett geschrieben, ich freue mich schon auf den nächsten Steak/Lampenabend mit Dir, mache Dir bitte keine Gedanken und versuche zu genießen, dass Leben kann auch einfach mal nur schön sein!

    Grüße

    Max

  2. Ysjoelfir sagt:

    Danke für deine lieben Worte Max, ich freue mich auch schon auf unser nächstes Treffen. Jetzt, wo die erste Scheu überwunden wurde, fällt es mir auch viel einfacher. 🙂

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