Feuerhand Diesel Warnfackel Restauration

Veröffentlicht: 27. April 2012 in Basteleien, Lampen
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Vor ein paar Wochen, es dürften etwa 3 gewesen sein, erhielt ich von einem netten Nutzer des Pelam-Forums für 15€ eine schöne Feuerhand Warnfackel. Er hatte drei Stück im Angebot, und wie von mir gewünscht bekam ich die gammeligste die er hatte – Man(n) will ja schließlich was zu tun haben 😉

Die Warnfackel wird original mit Diesel betrieben, frisst aber prinzipiell alles brennbare, was nicht leicht flüchtig ist. Also kein Benzin oder Spiritus. (Explosionsgefahr?)
Eignesetzt wurde sie bis etwa ende der 70er Jahre zur Absicherung von Unfallstellen, weswegen jeder Trucker 2 von den Dingern betriebsbereit mitführen musste.
Sie brannten dann mit stark rußender, hellgelber Flamme viele Stunden lang, was nicht verwundert, ob des großen Tankvolumens.

Betriebsbereit heißt in diesem Fall:  Vollgetankt und mit Sturmhölzern bestückt. Ursprünglich hatten diese Fackeln nämlich eine weitere Kappe AUF der Kappe, in welcher die Hölzer untergebracht waren.
Bei meiner Fehlt diese Kappe, wie bei vielen. Mal sehen ob ich mir die mal selbst herstelle oder ob sich irgendwo etwas finden lässt.  Falls wer eine Kappe + Spannbügel übrig hat – bitte melden!

So viel zum geschichtlichen Teil. Als sie dann ankam war allerdings ich doch etwas enttäuscht…

…denn SOOO gammelig war die gar nicht. 😦 Nichts was sich nicht gut beheben ließe. 😉

Warnfackel direkt nach der Ankunft

Die Reste des Dochts. Minimal verkohlt könnte man sagen 😉
Fiel beim Ausbau auseinander und zerbröselte zu Staub.

Der Lack war stellenweise schon so weit abgeblättert, das dieser sich mit den Fingern abschälen ließ. Da das allerdings nicht komplett möglich war, wurde das ganze gut eine Woche in Abflussreinigerlösung eingelegt und damit der Lack abgebeizt.

Die Lackteile nach einwöchigem Abflussreinigerbad

Und nach einer Behandlung mit dem Schwamm und etwas Spülmittel 🙂

Das ganzw wurde dann mit Obi Buntlack aus der Dose lackiert. Hierbei handelt es sich um einen sehr widerstandsfähigen Kunstharzlack, wie ich später feststellte. Auch nach über 3 Stunden Brenndauer zeigt sich selbst unmittelbar um den Docht keine Anzeichen von Verbrennungen. Nachteil: Der Lack nebelt unheimlich stark, ich durfte danach den kompletten Keller fegen, da sich jede menge Farbteilchen auf allem abgesetzt haben.

Auch konnte ich leider nicht den originalen Farbton nachahmen, original wäre RAL 3020 „Verkehrsrot“ für die Kappe und RAL 1003 „Signalgelb“ für den Tank.
Ich habe mir stattdessen mit RAL 1023 „Verkehrsgelb“ und  RAL 3000 „Feuerrot“ beholfen. Beide Farbtöne sind etwas knalliger als das Original, aber ich denke das ist zu verkraften.
Anmerkung: Ich habe den Tankdeckel ebenfalls mit Gelb lackiert, original ist der aber offenbar blank, wie ich auf diversen Fotos sah.

Die fertig lackierten Teile.

Alles wieder zusammen gebaut...

... betankt und "Feuer frei!"

Beim Test habe ich festgestellt, dass die Fackel auch im Haus zu verwenden ist, wenn man sich an der doch starken Geruchsentwicklung nicht stört. Rußen tut sie, mit Petroleum betankt, NICHT, so lange kein Wind weht. Wenn man nur ganz leicht in die Flamme pustet wird diese schlagartig größer und rußt stark.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem „Werk“. Die Restauration hat mir Spaß gemacht und die Fackel wird uns noch so den ein oder anderen Grillabend beleuchten. 🙂

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Kommentare
  1. Frank Hofer sagt:

    Hilfe. Welcher Lack war das? Ich habe Duplicolor Acryllack benutzt und der hat in Kaminnähe angefangen zu brennen… 😦

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